Geschichte

Schloss Ovelgönne ist ein im 17. Jahrhundert südlich des Wiehengebirges errichtetes Wasserschloss im Stadtteil Eidinghausen der Stadt Bad Oeynhausen.

Das Gut Ovelgönne ist einer der ältesten Adelssitze im Kreis Minden-Lübbecke. Es wurde 922 erstmals urkundlich erwähnt. Ovelgönne war im Besitz des Klosters Abdinghof in Paderborn – 1183 bestätigt durch Papst Lucius III.

Im Rahmen eines Tauschvertrages erhielt Bischof Dietrich von Minden 1353 das Gut – wurde jedoch 1362 von ihm an Ludolf von Mönnichhusen verpfändet. Dessen Nachkommen waren jahrelang die Herren von Ovelgönne, bis im Jahre 1400 Ovelgönne als Lösegeldpfand an Simon und Bernhard von Lippe ging.

1587 wurde Agnes von Münchhausen Erbin von Ovelgönne. Später wurde ihr Mann, Bernd von Reden-Pattensen, als Besitzer Ovelgönnes erwähnt. Bis 1733 verblieb das Gut im Eigentum der Familie von Reden und von Schloen. Die letzten Eigentümerinnen setzten 1733 die katholische Mission in Vlotho als Erbe ein.

1738 kaufte Johann Friedrich von Weißenfels das Gut und renovierte es vollständig. In den folgenden Jahren wechselte das Eigentum häufig. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das ursprüngliche Gut zu einer barocken Anlage ausgebaut. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfiel das Schloss zunehmend. 1940 kaufte deshalb die Gemeinde Eidinghausen das Anwesen für 50.000 Reichsmark. Nach dem Krieg diente das Haus u.a. als Altenheim. 1981 begann die Stadt Bad Oeynhausen Schloss Ovelgönne als Bürgerzentrum umzubauen.